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Arbeit & Beruf, Bildung

Zunächst assoziiert man mit Bildung irgendwelche abgehobenen Wissenschaftler oder arrogante Bildungsbürger, die in ihrer Freizeit bevorzugt lateinische Verben konjugieren oder ziellos Bonmots aus den Artikeln des Feuilleton zitieren. Manchmal überschneidet sich dieses Bild auch mit vorurteilsbelasteten Studenten, die im Ruf stehen, in Universitäten, Fachhochschulen und Ingenieurschulen ihre Jugend zu vertun und Steuergelder zu verschwenden. Dies ist, wenn auch nachvollziehbar, faktisch nicht richtig.



Denn unter dem Begriff "Bildung" subsumiert sich mehr als die genannten Gruppen, und das Wichtigste wird unterschlagen: Nämlich dass Bildung für jedermann nützlich, und weiter, in Deutschland auch für jedermann zugänglich ist. Damit ist nicht ausschließlich Berufsbildung gemeint, sondern auch Weiterbildung in den verschiedensten Bereichen. Ob man sich bei Sprachschulen weiterbildet, Computerkurse bei Volkshochschulen wahrnimmt, oder sich einfach in Bibliotheken umtut: Lebenslanges Lernen ist, auch und besonders in der so genannten Wissensgesellschaft, das wohl wichtigste Rezept für Menschen, die vorankommen wollen - egal wohin.



Bildung ist mithin das wahrscheinlich größte und wichtigste Kapital, das ein Mensch sich aneignen kann. Es ist möglich, folgende Gleichung aufzustellen: Je größer die Bildung, desto breiter die Palette derjenigen Stellenangebote, auf die das Profil der eigenen Qualifikation zutrifft, und um so höher die Wahrscheinlichkeit, auch den Traumjob zu ergattern, den man sich wünscht.



Bildung und Lernen sind im Übrigen nicht nur ratsam, sondern auch zwingend notwendig, um adäquat auf die sich immer rapider verändernde Umwelt einstellen zu können. Es ist daher ebenfalls falsch zu behaupten, in der Gegenwart seien die Menschen weniger gebildet als beispielsweise vor zweihundert Jahren: Erstens gab es zu jener Zeit einen deutlich höheren Prozentsatz von Analphabeten, und zweitens war die Gesamtmenge des potenziell verfügbaren Wissens um ein Vielfaches kleiner als heutzutage. Im Verhältnis wissen die Menschen heute also, sofern man von den westlichen Industrieländern spricht, deutlich mehr als vor zweihundert Jahren.



Folgerichtig ist zwar, dass man in der Gegenwart niemals alles wissen kann. Der Rückschluss allerdings, es sei deshalb sinnvoll, sich weniger um seine Bildung zu bemühen, ist falsch. Denn nur mit einem soliden Grundstock an Bildung ist es möglich, nützliches Wissen von unnützem zu unterscheiden, und das ist angesichts der Informationsflut, der wir täglich ausgesetzt sind, um so wichtiger denn je.

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