Malerei auf Leinwand
Wer Bilder auf einer Keilrahmen-Konstruktion mit aufgezogener Leinwand malt, stellt immer wieder fest, dass die Materialien ihr Eigenleben zu haben scheinen. In der Hobby-Malerei trifft das genauso zu wie bei dem professionellen Kunst Maler.
Probleme können entstehen, wenn die Leinwand auf einer Platte fest aufgezogen ist. Bei dieser Variante schwingt der Malgrund beim Malen nicht mit dem Körper mit. Das bewirkt, dass die Malerei eher „statisch“ gehandhabt wird, man kann nicht „mit dem Körper malen“. Der Pinsel wird auf diese Weise mit der Hand – bestenfalls mit dem Arm – geführt. Dadurch wird eine dynamische - aus dem Körper kommende - Malweise nicht zugelassen.
Um solche statischen Effekte zu vermeiden und eine Malweise mit variierendem Druck auf den Pinsel zu gestatten, wurde im ausgehenden Mittelalter eine sinnvolle Konstruktion in die Kunst etabliert: das Aufziehen der Leinwand auf so genannte Keilrahmen. Diese Konstruktion erlaubt dem Pinsel, beim Malen einen differenzierten Druck auszuüben. Die Leinwand gibt dem Druck des Pinsels nach, es ist so leicht möglich, feinste Farbabstufungen allein durch die Stärke des Pinseldrucks zu erzeugen.
Moderne Malerei unterscheidet sich letztendlich durch die Möglichkeiten dieser Erfindung Heute beträchtlich von einer - auch mit einem Pinsel angelegten - Zeichnung.
Malerei
Webseite: http://www.durchden.de/
Eintrag vom 16.03.2007 in Kunst & Kultur - Malerei -
Eintrags-Nr: 1333
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